Deutschland ist ein Land der Kultur und bietet seinen Einwohnern und Touristen zahlreiche Museen mit hochkarätigen Exponaten. Ausstellungen der Naturkunde sind ebenso vertreten wie Vorführungen Zeitgenössischer Sammlungen aus den Bereichen Fotografie und Malerei. Auch die Entwicklung der Bildhauerei in der Moderne wird behandelt. Darüber hinaus gehören bedeutende Kulturschätze aus Asien und Ägypten, Afrika und dem mittleren Osten, sowie beeindruckende Sammlungen der modernen Kunst zur Auswahl der Schätze in Deutschlands Museen.
Bedeutende Alt-Ägyptensammlung in Hildesheim
Das Roemer- und Pelizaeus Museum in Hildesheim ist für seine Altägyptensammlung weltweit bekannt. Neben den Exponaten aus dem alten Ägypten verfügt das Museum ebenfalls über eine beeindruckende Altperusammlung, eine Sammlung von chinesischem Porzellan und eine naturkundliche Sammlung, bestehend aus 300.000 Objekten. Im Jahr 1844 wurde das Roemer-Museum in Hildesheim von einem Verein gegründet. Knapp 60 Jahre später stiftete Konsul Wilhelm Pelizaeus seine Sammlung an ägyptischen Funden und 1911 wurde das Pelizaeus Museum eröffnet. Heute umfasst die Ägypten Sammlung des Museums rund 9.000 Exponate aus allen Epochen und umspannt somit über 5.000 Jahre Geschichte. Unter den Objekten befinden sich Stelen aus der Ramessidenzeit oder Ausgrabungsgegenstände des Pyramidenfriedhofs von Gizeh.
Museum für Asiatische Kunst in Berlin
Im Jahr 2000 wurde das Museum für Indische Kunst neugestaltet. Kunstexponate und Kunsthandwerk unter anderem aus Nepal und Tibet vom 4. Jahrhundert v. Chr. bis hin zur Gegenwart sind im Museum untergebracht. Seit dem Jahr 2006 sind das Museum für Indische Kunst und das Museum für Ostasiatische Kunst in einem Museum vereint. Besonders zwei Sammlungsbereiche sorgen dafür, dass das Museum eine der bedeutendsten Kunstsammlungen in ganz Deutschland beheimatet: Steinskulpturen, Terrakotten und Bronzen aus der südostasiatischen und indischen Kunst und die Wandmalereien und Skulpturen aus den buddhistischen Höhentempeln der Seidenstraße. Weitere Höhepunkte der vereinten Museen sind die Sammlung von japanischer Malerei, sowie chinesische Keramiken angefangen vom Neolithikum bis hinein ins 15. Jahrhundert. Das Museum für Asiatische Kunst verwendet in der neuen Ausstellungsarchitektur natürliche Materialien wie Schiefer, Holz und Sandstein, wodurch die Objekte in einem möglichst natürlichen Zusammenhang präsentiert werden können. So wurden die Wandmalereien in die Wände eingelassen und die Skulpturen finden in Nischen oder Sockeln ihren Platz.
Moderne Kunst im K20 in Düsseldorf
Schon vor rund 50 Jahren wurde das K20 in Düsseldorf eröffnet und besitzt mittlerweile eine einzigartige Sammlung aus Werken des 20. und 21. Jahrhunderts. Gemälde von Pablo Picasso, Jackson Pollock oder Wassily Kandinsky gehören genauso zu den Höhepunkten wie Nam June Paik oder Joseph Beuys. Neben diesen Meisterwerken können Fotografien, Film- und Videoarbeiten von vielen zeitgenössischen Künstlern sowie interessante Rauminstallationen bestaunt werden. Von Kritikern wird das K20 aufgrund der außergewöhnlichen Qualität der Werke oft auch als die heimliche Nationalgalerie bezeichnet.
Sempergalerie der alten Meister in Dresden
Die Dresdner Sempergalerie, oft auch schlicht Gemäldegalerie genannt, beherbergt die Alten Meister. Die Galerie beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen der europäischen Malerei vom 14. bis zum Ende des 18. Jahrhundert der Welt. Als das Glanzstück der Sempergalerie gilt die Sixtinische Madonna von Raffael. Zwischen 1988 und 1992 wurde das Gebäude am Zwinger rekonstruiert, damit die historische Bausubstanz erhalten bleibt. Die Abteilungen der Galerie beinhalten die italienischen Meister der Renaissance wie Raffael, Tizian und Giorgione, aber auch die italienische, holländische und flämische Malerei aus dem 17. Jahrhundert, zu deren bekanntesten Vertretern Rubens, Rembrandt und Vermeer gehören.
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